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Herbst der Bauwerke

Ein interdisziplinäres Projekt, in dem Fotografie und Musik gemeinsam erzählen Kompositionen von Florian Finis Fotografien von Charlen Christoph

Eine Arbeit über die Schönheit verwitterter Gebäude, die durch das Zusammenspiel von Fotografie und Klaviermusik inszeniert wird. Die Bilder erzählen von Momenten an denen die Ewigkeit festgehalten wird. Sie bringen den langsamen Verfall des Vergehens und das blühende Leben der Zukunft in Verbindung.

Orte an denen wir zur Besinnung kommen können. Manchen ziehen sie in ihren Bann - Ruinen. Was ist es was diese Orte ausstrahlen? Wecken sie in uns Gefühle, die wir nur dort verspüren? Erwecken sie in uns dabei Gedanken die Vollständigkeit erahnen lassen, Zusammenhänge der Dinge sichtbar werden und wir Erhabenes verspüren? Pflanzen haben sich dort ausgebreitet und überwachsen alles, während dessen die Gebäude mehr und mehr verfallen. Es sind Momente einer Zwischenzeit, zwischen dem Vergehen und Entstehen. In dieser Zeit verschmelzt die Pflanzenwelt mit dem dem von uns Erschaffenen. Es fühlt sich an, wie ein langsamer Abschied von dem was wir verlassen haben. An dem nun wieder Pflanzen wachsen und sich einverleiben, was einst ihr Ursprung war. Ein Moment des Einswerdens entsteht und spürbar wird, wie beides, vergehen und entstehen zusammengehört und sich ergänzt.

Das eine löst das andere ab und so geschieht es immer wieder. Ich Ruhe wenn ich diese Bilder sehe. Mir kommt das Verständnis dafür, das alles fließt und unendlich ist.

Das Projekt entstand durch eine gemeinsame Affinität zu Ruinen. Der träumerische Anblick hat uns immer wieder gefesselt. Impressionen bewegen uns seit 2019 zum Reisen. Dabei sind bereits zahlreiche Fotos von verwucherten Gebäudeüberresten entstanden. Einige von diesen Orten begegneten wir zufällig, andere bereisten wir gezielt durch Empfehlungen oder Recherchen, an. Das Einfühlen in die Motive war zudem die Grundlage für die Inspirationen, wodurch die Klavierkompositionen entstanden sind. Die meisten musikalischen Ideen sind vor Ort im Kopf entstanden und wurden später am Klavier zu einem Werk ausgearbeitet. Affinität und Leidenschaft für Ruinen gab es früher wie heute. Wir richten uns an kunstinteressierte Personen von jung bis alt, welche die Leidenschaft für Ruinen besitzen und empfänglich für romantische Sinneseindrücke sind, sowie an Menschen die klassische Klaviermusik genießen und offen für tragende Klänge sind. Betrachter und Zuhörer möchten wir einladen, sich auf die Stimmung die das Projekt mit sich bringt, einzulassen. Die Fotografien und musikalischen Klänge ergänzen sich gegenseitig und erschaffen eine Ebene, in der der Betrachter einen intensiven Zugang zum Thema finden kann. Man kann in eine positive Nachdenklichkeit versetzt werden, im Stillem für sich selbst, aber es kann auch zu einem gemeinsamen Austausch zum Thema anregen.